Men in Red
Die Männer von der Hermann Helms
Wie wird man eigentlich Seenotretter?
Ein Seenotretter lernt nie aus...
Grundsätzlich kann man sagen, dass Seenotretter ausgebildete Seeleute, also Patentsinhaber sind,
die mit Hilfe diverser Weiterbildungsmaßnahmen zum Seenotretter qualifiziert werden.
In der SAR-Schule Neustadt zum Beispiel werden die entsprechenden Lehrgänge wie
- Sicherheitsgrundausbildung und Unterweisung
- Feuerschutzmann in fortschrittlicher Brandbekämpfung
- Rettungsbootsmann für Überlebensfahrzeuge und Bereitschaftsboote
angeboten. Diese entsprechen internationalen Standards, die auch in der Berufsschifffahrt gelten
und werden von einem Aufsichtsbeamten der See-Berufsgenossenschaft abgenommen.
In der DGzRS-Zentrale in Bremen steht ein moderner Schiffsführungs-Simulator zur Verfügung,
an dem freiwillige und festangestellte Seenotretter, sowie externe Lehrgangsteilnehmer in einem
stressfreien Umfeld selbst gefährlichste Situationen wie Großschadenlagen, Schwerwettereinsätze oder
Nebelfahrten in stark befahrenen Revieren ohne Risiko für Mensch und Material trainieren.
In erster Linie dient der Simulator dem Training einer effektiven Einsatzkoordination und der
einheitlichen Vermittlung international festgelegter Einsatzverfahren.
Die Besatzungsmitglieder bauen ihr Wissen und Können durch intensives Training an Bord und die Teilnahme
an speziellen Fachlehrgängen für den SAR-Dienst stetig aus. Ein Seenotretter lernt nie aus und ist
verpflichtet, das vorhandene Ausbildungsniveau ständig aktuell zu halten und zu erweitern.
Die medizinische Ausbildung in Theorie und Praxis geschieht an der SAR-Schule Neustadt, durch Praktika
auf Notarztwagen an Land und regelmäßige Assistenztätigkeit in der OP-Vorbereitung von Krankenhäusern,
sowie auf den Stationen durch niedergelassene Ärzte, die die Besatzungen gezielt schulen. Die fest
angestellten Seenotretter haben den Status medizinischer Laienhelfer.
SAR-Sicherheit, Seemannschaft und Navigation, Technik, medizinische Notfallversorgung, Koordinierung
und Kommunikation bilden die Themenschwerpunkte der Aus- und Weiterbildung, die drei erstgenannten
für die freiwilligen Rettungsleute und die letzteren zusätzlich für die Profis.
Lesen Sie in der Rubrik Men in Red u.a. wie die Besatzungsmitglieder des
in Cuxhaven stationierten SK Hermann Helms ihren Weg zur DGzRS gefunden haben.