...und jetzt ans Mee(h)r!
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Neuwerk - Bernstein
Neuwerk ist bekannt für seine Bernsteinfunde und so verwundert es
denn auch kaum, dass man hier auf der Insel ein "Bernsteinzimmer"
besichtigen kann. Der ehemalige Insellehrer Hans-Gerd Backhaus hat für seine
in ganz Europa bekannte Sammlung schon an die 70.000 Kilometer im Watt vor Neuwerk
zurückgelegt und etliche Stunden mit Polieren und Schleifen seiner Fundstücke
verbracht. Seine Frau Christel Backhaus teilt die Leidenschaft Ihres Mannes und fertigt
Schmuckstücke aus Bernstein.
Unbehandelter Bernstein - erst durch Polieren bekommt er den typischen Glanz.
Wer also die Gelegenheit dazu hat, sollte unbedingt eine Wattwanderung auf
dem Kleinen Vogelsand an der Wasserkante der Fahrrinne unternehmen. Ungefähr
3 Kilometer lang ist der Weg dorthin. Eine Bernsteingarantie gibt es natürlich
nicht, dennoch findet man vor Neuwerk ungewöhnlich viel Bernstein, was darauf
zurück zu führen ist, dass hier Elbe, Weser und Ems zusammentreffen und
den Stein in die Nordsee transportieren. Hinzu kommt, dass die Gezeiten den Stein
freilegen und nicht im Meeresgrund ablagern.
Bernstein ist getrocknetes Harz aus den Wäldern der Urzeit. Es ist daher
40 bis 50 Millionen Jahre alt. Wenn Harztropfen abgeschlossen von der Luft zu
Boden oder ins Wasser fielen, entstand Bernstein. Mit etwas Glück lassen
sich auch heute noch Steine finden, in denen kleine urzeitliche Tiere oder
Pflanzen eingeschlossen sind.
In der Steinzeit war Bernstein besonders wertvoll und wurde zum wichtigen
Handelsgut und wird heute als das "Gold des Nordens" bezeichnet.