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Neuwerk - Deiche
Ein Deich, wie man ihn vom Festland an Nord- und Ostsee her kennt
(gebaut nach den Richtlinien des Küstenausschusses von 1972) ist
auf Neuwerk nicht möglich. Er würde mindestens 60 m breit werden,
also ca. doppelt so viel Raum einnehmen wie zur Zeit.
Stattdessen hatte man 1990 vor dem Deich einen ca. 20 m breiten Vorlandstreifen
erhöht, der nun die Wucht des Wassers bei Sturmfluten zunächst
abmildern kann und den Hauptdeich schützt. Eine Überspülung
des Hauptdeichs bei schwerem Hochwasser kann hiermit jedoch nicht ausgeschlossen
werden und so bleibt den Inselbewohnern traditionell die Zuflucht im Turm in einem
solchen Fall. Der nachts beleuchtete und erhöhte Mittelweg dient hierbei
als Fluchtweg.
Von 1795 - 1797 wurde eine 900 m lange Eichenpfahlwand an der
Südwestseite der Insel errichtet, die zusätzlichen
Schutz bietet. 1826 wurde sie um weitere 155 Meter nach Norden
verlängert. Erst im Jahre 1934 war es notwendig, dieses massive
Bollwerk an der West- und Südseite zu erneuern.
Schutz vor Sommerfluten bis zu 1,5 m über NN bietet der
Sommerdeich. Er schützt das Vorland außerdem vor
zu häufiger Überflutung und damit vor Versalzung.
Somit wird die Beweidung der Flächen von April bis Oktober
ermöglicht.
Lahnungen als Küstenschutzmaßnahme
1717 entstand nach einem Deichbruch der kleine Kolk im Norden der Insel.